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	<title>PD Dr. med. Jakob Bösch</title>
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	<description>SPOT - Institut für Spirituell Orientierte Therapie</description>
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		<title>Unser Vater 2010</title>
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		<pubDate>Mon, 31 May 2010 14:37:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jakob</dc:creator>
				<category><![CDATA[UNSER VATER]]></category>

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		<description><![CDATA[„Unser Vater im Himmel, geheiligt werde dein Name, dein Reich komme, dein Wille geschehe.“ UNSER VATER, bist du auch der VATER der Muslime, der Juden, der Buddhisten? Der VATER der Atheisten? Wo ist DER HIMMEL, in dem dich die Gläubigen antreffen? Ist es DER HIMMEL auf Erden oder DER HIMMEL IM HIMMEL? Ist DER HIMMEL [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>„Unser Vater im Himmel, geheiligt werde dein Name, dein Reich komme, dein Wille geschehe.“</em>

UNSER VATER, bist du auch der VATER der Muslime, der Juden, der Buddhisten?
Der VATER der Atheisten?
Wo ist DER HIMMEL, in dem dich die Gläubigen antreffen?
Ist es DER HIMMEL auf Erden oder DER HIMMEL IM HIMMEL?
Ist DER HIMMEL die Milchstrasse, unsere Heimatgalaxie mit 300 Milliarden Sternen?
Ist der ganze Kosmos DER HIMMEL mit 100 Milliarden Galaxien?
Oder gehört der Kosmos auch der Hölle?
Gibt es die Hölle? Wenn ja, ist sie im HIMMEL, auf Erden oder unter der Erde?
Ist die Hölle ein Stern, eine Galaxie, hundert Galaxien, eine Milliarde Galaxien?
Sind HIMMEL und Hölle nebeneinander, übereinander, ineinander?
Ist deine Residenz immer IM HIMMEL?
 Oder auch auf der Erde und in der Hölle?
War DER HIMMEL vor dem Urknall oder der Urknall vor DEM HIMMEL?
Und die Hölle, war sie vor oder nach dem Urknall?
Hast du den Urknall geschaffen, oder hat der Urknall dich geschaffen?
Hast du die Hölle geschaffen und wenn ja, warum?
Bist du raum- und zeitlos oder auch in der Zeit und in der Materie?
Wenn du nicht in der Materie bist, kannst du trotzdem in der Materie wirken?
Hast du Eva und Adam erschaffen oder haben sie dich erschaffen?
Wenn du nicht in der Materie bist, kannst du doch menschliche Körper heilen?
Ist die Materie ungöttlich, obwohl du in der Materie wirkst?
Oder bist du immer und überall? Ist alles göttlich und HIMMLISCH?
Ist die Erde auch göttlich und HIMMLISCH?

Sollen Jahwe und Allah als NAME GEHEILIGT werden?
Ist dein Name Jahwe oder Allah oder beides oder keines?
Missbrauche ich den NAMEN JAHWE, wenn ich DEN NAMEN ALLAH HEILIGE? 
Missbrauche ich den NAMEN ALLAH, wenn ich den NAMEN JAHWE HEILIGE?
Bist du ZWEI GÖTTER oder bist du EIN GOTT?
Oder SEID IHR zwei oder viele Götter für viele Völker?
Sind die einen verflucht, die den ANDEREN NAMEN HEILIGEN?
Sind die anderen verflucht, die den EINEN NAMEN HEILIGEN?
Welches sind die Ungläubigen? 
Die von ALLAHS NAMEN oder die von JAHWES NAMEN?

Soll DEIN REICH, DEINE HERRSCHAFT, auf die Erde kommen?
Ist DEIN REICH, das kommen soll, ein Gottesstaat?
Wenn ja, ist es ein jüdischer, christlicher oder islamischer Gottesstaat?
Sind in DEINEM REICH die Juden auserwählt und bevorzugt?
Sind die frommen Christen auch auserwählt?
Sind in DEINEM REICH die Muslime auch auserwählt?
Achtet DEIN REICH die Menschenrechte?
Sind die Menschenrechte jüdisch, christlich, islamisch oder säkular?
Ist DEIN REICH auf Erden ein Menschenrechts-Staat?
Wann wird dein REICH kommen?
Kommt DEIN REICH, wenn der Messias kommt? 
Der jüdische oder der christliche Messias?
Oder kommen sie zusammen? Halten sie Gericht?
Was werden sie mit den Muslimen, den Palästinensern machen?

Welches ist DEIN WILLE, der geschehen soll?
Ist DEIN WILLE mit den christlichen oder den muslimischen Schweizern?
Oder mit den jüdischen Eidgenossen?
Ist DEIN WILLE mit den Israelis oder den Palästinensern?
Mit den Amerikanern oder den Iranern?
Ist es DEIN WILLE, dass wir es nicht wissen?
Gibt es DEINEN WILLEN, wenn ja, wo wirkt DEIN WILLE?
War das Erdbeben von Haiti nach DEINEM WILLEN?
Sind alle Erdbeben nach DEINEM WILLEN?
Sprudelt das Öl im Golf von Mexico nach DEINEM WILLEN?
Könnte DEIN WILLE es stoppen?
Will DEIN WILLE das Öl nicht stoppen oder kann er es nicht?
Würde DEIN WILLE das Öl stoppen, wenn wir mehr UNSER VATER beteten?
Macht es einen Unterschied, ob wir an DEINEN WILLEN glauben oder nicht?
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		<title>Jesusgespräch Nr. 2, 20.02.2010</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Feb 2010 11:22:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jakob</dc:creator>
				<category><![CDATA[Jesus-Gespräche]]></category>
		<category><![CDATA[Klimakonferenz religiös]]></category>
		<category><![CDATA[Revolution irdisch oder himmlisch]]></category>

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		<description><![CDATA[Stichworte: Klimakonferenz religiös, Revolution irdisch und himmlisch. Spirit: Herzlichen Dank, Herr Jesus, dass wir Sie trotz Ihres inzwischen vollen Terminkalenders zur Fortsetzung unseres Gespräches treffen dürfen. Unser ursprünglich geplantes Gespräch musste verschoben werden, weil Sie an der Klimakonferenz teilgenommen haben? Jesus: Ja, das war ein Novum. Eigentlich sieht und spürt ja jedermann, dass weltweit das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<strong>Stichworte:</strong> Klimakonferenz religiös, Revolution irdisch und himmlisch.

<strong>Spirit:</strong> Herzlichen Dank, Herr Jesus, dass wir Sie trotz Ihres inzwischen vollen Terminkalenders zur Fortsetzung unseres Gespräches treffen dürfen. Unser ursprünglich geplantes Gespräch musste verschoben werden, weil Sie an der Klimakonferenz teilgenommen haben? 
<strong>Jesus:</strong> Ja, das war ein Novum. Eigentlich sieht und spürt ja jedermann, dass weltweit das religiöse Klima sich erhitzt. Und die Gefahr eines Dammbruches mit einer emotionalen und gewalttätigen Überflutung ist nicht von der Hand zu weisen. Die Streitfrage ist, wie weit diese Erhitzung von Menschen gemacht ist oder inwiefern die Götter selber die Drahtzieher sind. Ein Herr Humanrights von einer rein weltlichen Organisation hatte die Idee, einige massgebende religiöse Leitfiguren zu versammeln. Leider war DER Prophet nicht anwesend. Er befürchtete, seine Teilnahme könnte von seinen Gläubigen als Blasphemie empfunden werden und zu Gewalttätigkeit führen. Es war jedoch ein muslimischer Führer da, der beanspruchte, entsprechende Vollmachten zu besitzen.
<strong>Spirit:</strong> Dürfen wir wissen, wer ausser Ihnen noch teilgenommen hat?
<strong>Jesus:</strong>  Natürlich mein Lands- bzw. Volksmann Moses, dann der Vertreter des Propheten und als die Konferenz zu scheitern drohte, kam glücklicherweise noch der göttliche Buddha dazu. 
<strong>Spirit:</strong> Also war die Konferenz schliesslich ein Erfolg?
<strong>Jesus:</strong> Wir konnten uns auf eine Absichtserklärung einigen. Aber es wird ja bald das Protokoll der Konferenz veröffentlicht werden. 
<strong>Spirit:</strong>  So dürfen wir den Faden unseres letzten Gespräches wieder aufnehmen. Sie haben uns ja in der Zwischenzeit mitteilen lassen, dass Sie die Höflichkeitsform unseres Gespräches als befremdlich empfinden, da jedermann Sie mit du anspreche.
<strong>Jesus:</strong> Es entspricht der Intimität, mit der Menschen zu einem göttlichen Gegenüber sprechen, nicht nur mit mir.
<strong>Spirit:</strong> Es ist für ein Interview ziemlich ungewohnt, aber wechseln wir in Gottes Namen und mit allerhand Hemmungen auf das du. 
Sie.. äh du hast gesagt, es sei dir wichtig, als Mensch unter Menschen gesehen zu werden. Waren Sie.., warst du denn, was deinen historischen Kern betrifft, etwa so wie es das Bild in den Evangelien nahe legt?
<strong> Jesus:</strong>  Die Frage ist ähnlich falsch gestellt, wie die Frage nach der Wahrheit der von Lukas beschriebenen Weihnachtsgeschichte (Interview Nr. 1). Es gibt halt diese unzähligen Versionen über mein Leben. Ihr wisst aber auch, wie beispielsweise Scorseses Film, in dem ich, zumindest in meiner Phantasie-Existenz, tatsächlich mit menschlichen Zügen ausgestattet wurde, zu gewalttätigen Protesten bis zur Abfackelung von Kinos geführt hat. Und ebenso wisst ihr, welche Empörung der Da Vinci Code von Dan Brown in Kirchenkreisen ausgelöst hat. Was würde es bringen, eine von unzähligen Auffassungen über mein Leben als DIE Wahrheit zu proklamieren? Die grosse Wirkung geht von dem Konstrukt aus, wie es in den Evangelien und noch mehr von Paulus dargestellt wurde. Jede historische Wahrheit, wäre Fiktion dagegen.
<strong>Spirit:</strong> Das heisst, du willst vielfältig und unscharf bis gar ungreifbar bleiben in deinen historischen Eigenschaften und Konturen?
<strong>Jesus:</strong> Meine irdische Wirklichkeit in den Augen der Menschen muss unscharf und vielfältig bleiben, um grössere Kämpfe unter den Gläubigen zu vermeiden. Jedes Bild von mir entspricht einer Wirklichkeit, die von einer grösseren oder kleineren Anzahl von Menschen für DIE Wahrheit gehalten wird. Und fast alle werden diese ihre Wahrheit mit aller Kraft, wenn nicht gar Gewalt, verteidigen. Die historische Jesus-Forschung hatte bisher kaum einen Einfluss auf die Massen der Gläubigen. Das wird sich nicht so schnell ändern.
<strong>Spirit:</strong> Also kann auch so ein Interview nichts zu Klärung deiner Existenz und deiner Funktion beitragen, wie wir gehofft haben?
<strong>Jesus:</strong> Nicht zur Klärung meiner irdischen Existenz, aber schon zu meiner möglichen globalen Funktion. Doch soviel: Meine Leben war Stress ohne Ende, ständig als Revolutionär verfolgt, dann die irdische Niederlage mit der grossen Schmach vor dem gewaltsamen Tod.
<strong>Spirit: </strong>Du hast dich also wirklich als Revolutionär gesehen und wolltest einen Aufstand gegen die Römer anführen?
<strong>Jesus:</strong> Das ist ja auch historisch ziemlich leicht nachzuweisen, wenn man nicht voreingenommen ist. Ich war von Johannes dem Täufer beeinflusst. Auch er ist natürlich nicht nur einer Laune der Herodes-Gattin zum Opfer gefallen. Auch er glaubte zunächst, Gott beauftrage ihn, das jüdische Volk von den Römern zu befreien. Und er hat mich stark beeinflusst. In diesem revolutionären Zorn auch gegen die mit den Römern kollabierenden Priester habe ich die Wut-Szene im Tempel tatsächlich veranstaltet. Ich hoffte, einen allgemeinen Volksaufstand auslösen zu können. Der Schuss ging aber nach hinten los. Ich musste mich schnellstens aus der Stadt entfernen und hinfort dauernd verstecken vor den Häschern.
<strong>Spirit:</strong> Das muss ein schwerer Schock gewesen sein?
<strong>Jesus:</strong> Allerdings, dazu kam noch viel stärker die ständige Angst, erwischt und getötet zu werden. Es hat mich aber total gewandelt. Die irdische Revolution war aussichtslos zu jener Zeit. Ich habe hinfort wirklich nicht mehr über irdisch-politische sondern nur noch über geistig-seelische oder, wenn ihr so wollt, göttliche Befreiungen nachgedacht. Meine Feinde konnten das aber nicht glauben. Sie blieben misstrauisch und verfolgten mich weiter. Die Priesterkaste sah mich als Gotteslästerer und Brecher göttlicher Gesetze. Ich und meine Leute wurden weiter verfolgt, obwohl wir politisch harmlos geworden waren. Doch gerade dieser Teil meines Lebens war im Rückblick entscheidend. Ich wuchs immer stärker in meine neue Funktion hinein und das erst hat ermöglicht, dass die Evangelisten und Paulus und alle ihre Nachfolger auf mir das Welterlöser-Konstrukt aufbauten.
<strong>Spirit:</strong> Hat dir da das Bewusstsein deiner weltumspannenden Erlöserfunktion geholfen, die Qualen zu ertragen?
<strong>Jesus:</strong> Dieses Bewusstsein hatte ich natürlich nicht! Ich habe nur die Hoffnungslosigkeit einer irdischen Revolution gegen die Römer eingesehen und ich musste mich irgendwie aus Resignation und Depression wieder herausarbeiten. Da bin ich unversehens zum rein religiösen Lehrer geworden. Geschult war ich ja darin durch meine Lehrjahre in der Essener-Sekte. Das war der grosse Unterschied beispielsweise zu Che Guevara, der an der Idee der irdischen Revolution festgehalten hat, obwohl das ebenso hoffnungslos war wie bei mir. Er ist darum ein gescheiterter irdischer Revolutionär geblieben, während auf mir sich eine Welt-Erlösungs-Lehre aufbauen liess.
<strong>Spirit:</strong> Eine beeindruckende neue Sichtweise. Überraschend, wie Sie, wie du den Che ins Gespräch einbringst. Er hoffte ja auch auf eine weltumspannende Bewegung. 
<strong>Jesus:</strong> Ja, aber Che konnte nicht mehr überzeugend mit Visionen arbeiten, wie noch Lenin. Die Wirklichkeit in der Sowjet-Union und in den anderen kommunistischen Ländern machten bereits die überzeugend kraftvollen Visionen zunichte. Es gab für Che kaum mehr eine Möglichkeit, nicht zu scheitern. Hätte er sich, wie ich, gewandelt, und eine religiöse Bewegung initiiert, wäre eine ähnliche Entwicklung wie bei mir wohl möglich gewesen. Sein irdisches Ende jedoch hat viele Ähnlichkeiten mir meinem Tod. Er wurde vermutlich vor der Erschiessung auch noch qualvoll gefoltert.
<strong>Spirit:</strong> Ein nachdenkliches, zum Nachdenken anregendes Ende unseres heutigen Gesprächs. Herzlichen Dank für deine Zeit, Jesus, und bis bald, zur Fortsetzung.
<strong>Jesus</strong>: Herzlichen Dank auch meinerseits.
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		<title>Spiritualität und Chaos</title>
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		<pubDate>Sun, 03 Jan 2010 19:30:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jakob</dc:creator>
				<category><![CDATA[Spirituelles Chaos]]></category>

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		<description><![CDATA[Chaos und Klärung auf spirituellen Wegen Viele Menschen, die von sich sagen, sie seien „auf dem spirituellen Weg“ können schwer verstehen, warum sich in ihrem Leben ein schweres Ereignis nach dem anderen manifestiert. Sie denken, mit ihrem Voranschreiten auf dem „spirituellen Weg“ müssten sich mehr Harmonie, Frieden und Erfolg einstellen. Nicht selten ist das Gegenteil [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<strong>Chaos und Klärung auf spirituellen Wegen</strong>

Viele Menschen, die von sich sagen, sie seien „auf dem spirituellen Weg“ können schwer verstehen, warum sich in ihrem Leben ein schweres Ereignis nach dem anderen manifestiert. Sie denken, mit ihrem Voranschreiten auf dem „spirituellen Weg“ müssten sich mehr Harmonie, Frieden und Erfolg einstellen. Nicht selten ist das Gegenteil der Fall. Diese Menschen klagen in der Beratung über Geldnöte, Probleme mit Wohnungen oder Häusern, Mobbing am Arbeitsplatz, gewalttätige Ehepartner, Kinder mit massiven Problemen und manches, was durchschnittlichen Menschen auch passieren kann. Nicht wenige sind erschöpft, depressiv, verzweifelt und das gibt ihnen noch mehr Grund, sich selber die Schuld zu geben an der Misere. Auch das Gegenteil kommt natürlich vor, dass diese Menschen sich als hilflose Opfer sehen von bösen Menschen oder negativen Energien mannigfaltigsten Ursprungs.
Überdurchschnittlich häufig geht es in der Beratung um gewalttätige und übergriffige (Ehe-)Partner bei ganz auf ein spirituelles Leben ausgerichteten Frauen. Nicht nur direkte Gewalt ist im Spiel, ebenso oft sind es auch Geldstreitigkeiten, Stalking, gewaltsames Eindringen in die Wohnung, brutaler Scheidungskampf mit Instrumentalisierung der Kinder. Sehr häufig versuchen die Betroffenen, diesen Partnern Liebe und Licht zu schicken. Doch diese Partner sind selber meist überdurchschnittlich sensibel und spüren die Entwertung, die in solchen Geschenken unbewusst mitschwingt. Man muss ihm Licht schicken, damit er sich beruhigt, normal und etwas friedlicher wird. Diese unbeabsichtigte Erniedrigung führt in der Regel zu noch mehr Gewalt und Kampf. Nicht selten kommt es früher oder später zu akuten Krisen, wo Polizei oder andere Autoritäten beigezogen werden müssen. Wie erwähnt, erhalten solcherart betroffene Menschen Ratschläge, mehr zu meditieren, mehr Licht zu schicken, negatives Denken noch besser zu kontrollieren und zu vermeiden, keine Urteile abzugeben und manches mehr, was heute in spirituellen und esoterischen Kreisen im Trend liegt. Diese Ratschläge sind gut gemeint. Sie gleichen aber der Idee jenes Mannes, der seinen Schlüssel nicht dort suchte, wo er ihn im Dunkeln fallen gelassen hatte, sondern entfernt davon, wo eine Ampel den Platz erhellte. Der Erfolg bleibt dementsprechend meistens aus und die Menschen klagen sich selber an, sie würden sich halt zu wenig bemühen bei ihrer spirituellen Arbeit. Oder sie würden sich zu wenig anstrengen, in die nächste Bewusstseinsdimension aufzusteigen, wo alles Licht und Frieden sei.
Wieso wird der vermisste Schlüssel am falschen Ort gesucht? Die sich solchermassen um Spiritualität bemühenden Menschen richten sich sehr stark auf eine geistige Wirklichkeit aus und vernachlässigen ihren irdischen Anteil. Ihre Willenskraft oder ihr Ego werden geschwächt. Da hilft auch das „Schicken von Licht und Liebe“ nicht, da es sich um verschiedene Ebenen unserer Existenz handelt. Auf der materiellen Ebene sind jene Hilfsmittel gefragt, die uns zur Bewältigung dieser Ebene mitgegeben sind: Gefühle, Verstand, Ego, Willenskraft. In den beschriebenen Notsituationen müssen diese Hilfsmittel gestärkt werden. Wenn beispielsweise das Ego sehr vernachlässigt ist, wird in der Regel früher oder später ein „Hilfs-Ego“ auftauchen. Das sind meist Polizei, Behörden, Ärzte und Spitäler. Die können vorübergehend helfen, aber meistens keine dauerhaften Lösungen anbieten. Dauerhafte Lösungen sind wahrscheinlicher, wenn das Vernachlässigte und Verdrängte wieder seinen Platz erhält und gestärkt wird.

Die oben beschriebenen Probleme werden häufig noch akzentuiert durch Ablehnung, Misstrauen oder gar offene Feindschaft gegenüber kardinalen Elementen der materiellen Welt: Das Geld ist übel, die Banker sind Verbrecher, die Pharmaindustrie will uns aus Profitgier krank machen, die Schulmedizin ist ebenso eine noch mehr krank machende internationale Geldmafia, Politiker sind geltungssüchtige Nichtsnutze, Behörden voreingenommen, Wissenschaft und Technik führen sowieso in die Katastrophe. Niemand wird sich wundern, dass bei solcher Einstellung diesen Dingen gegenüber dann auch vorwiegend schlechte Erfahrungen gemacht werden. Es ist sehr rätselhaft, warum so viele spirituelle Strömungen massenhaft Feindbilder pflegen. Der Weg könnte sein, sich klar zu machen, dass die materielle Welt ebenso geistig, spirituell und aus Licht bestehend ist, wie das, was gemeinhin als spirituell bezeichnet wird. Neben der oben erwähnten Stärkung der individuellen Persönlichkeitsanteile kann eine neue Sichtweise erworben werden, in der das sogenannte Gute und das sogenannte Böse aus geistiger Sicht als gleichwertig gesehen werden und die Spaltung aufgehoben wird. Auf der persönlichen und materiellen Ebene aber wird die Unterscheidung in nützlich-schädlich, gut-böse, vorteilhaft-unvorteilhaft beibehalten und das diesbezügliche Denken und Handeln regelmässig geübt. Das Leben kann wesentlich entspannter, freudvoller und meist auch erfolgreicher werden. Und es ist gar nicht so schwer, sich diese alt-neue Sichtweise anzueignen. Dabei kann man erst noch erkennen, dass es nicht nötig ist, nach Erleuchtung zu stressen. Ob man erleuchtet ist oder nicht, ist eine Frage der Sichtweise. Es ist auch nicht notwendig, Lichtarbeit zu verrichten, da sowieso alle Menschen und alles was in unserer Welt existiert, aus Licht ist. Als Lichtkrieger oder Lichtarbeiter kann man trotzdem wirken, wenn es einem Freude macht und Spass bereitet. Wenn es Spass macht, ist es auch spirituell. Warum es also nicht tun? Nicht aus Notwendigkeit sondern wirklich zur eigenen Freude. Wer aber denkt, man müsse das tun, um die Welt zu verbessern und es müsse mühsam erarbeitet werden, wird vermutlich eine solche Welt in seinem Blickfeld haben, wo vieles dunkel erscheint. Dies ist nicht notwendig, wenn wir entdecken, wie alles von Licht durchflutet ist. 
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		<title>Jesusgespräch Nr.1, 10.12.09</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Dec 2009 03:08:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jakob</dc:creator>
				<category><![CDATA[Jesus-Gespräche]]></category>

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		<description><![CDATA[Stichworte: Jesus als Jude, Tempelreinigung, Feindschaft der jüdischen Priesterschaft, ständige Flucht, Empfängnis, Umstände der Geburt. Spirit: Herzlichen Dank, Herr Jesus, dass Sie sich für ein persönliches Interview zur Verfügung stellen. Wir wissen diese Bereitschaft sehr zu schätzen. Seit Ihrem Tod in Palästina sind Sie kaum an die Öffentlichkeit getreten. Sind Sie eher öffentlichkeitsscheu? Die Gespräche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<strong>Stichworte:</strong> Jesus als Jude, Tempelreinigung, Feindschaft der jüdischen Priesterschaft, ständige Flucht, Empfängnis, Umstände der Geburt.

<strong>Spirit:</strong> Herzlichen Dank, Herr Jesus, dass Sie sich für ein persönliches Interview zur Verfügung stellen. Wir wissen diese Bereitschaft sehr zu schätzen. Seit Ihrem Tod in Palästina sind Sie kaum an die Öffentlichkeit getreten. Sind Sie eher öffentlichkeitsscheu? Die Gespräche mit Ihrem Herrn Vater haben ja schon zu vielen Bestsellern geführt.
<strong>Jesus:</strong> Sie haben recht. Ich war zurückhaltend. Doch moderne PR verlangt mehr direkten Kontakt mit den Fans. 
<strong>Spirit:</strong> Ihr Einflussbereich ist in den letzten Jahrzehnten gewaltig geschwunden. Ist das mit ein Grund, dass Sie sich jetzt für diese Art des PR-Managements geöffnet haben?
<strong>Jesus:</strong>  Ich habe mir öfter Gedanken gemacht. Lange Zeit habe ich auf die Anerkennung meines eigenen Volkes gehofft, was sicher meine Position weltweit gewaltig gestärkt hätte. Stellen sie sich den Medien-Hype vor: „Die Juden erkennen nun doch in Jesus den lange prophezeiten Messias!“ Bei der heutigen weltweiten medialen Vernetzung würde das meiner Sache gewaltig Auftrieb geben. Aber diese Hoffnung muss ich wohl endgültig begraben.
<strong>Spirit:</strong> Es tönt ungewohnt, wenn Sie von den Juden als von ihrem eigenen Volk sprechen. Ist nicht "Christlicher Erlösergott" Ihre Identität? Immerhin haben die Juden Sie bis heute nicht anerkannt und Sie auch umgebracht. Trotzdem nennen Sie die Juden ihr eigenes Volk. 
<strong>Jesus:</strong> Ich bin da etwas nostalgisch und kann meine Wurzeln nicht verleugnen. Ich bin als Jude aufgewachsen, als Kind sogar in der äyptischen Diaspora. (Ich weiss, das ist von der historischen Forschung nicht anerkannt). Und ich habe mich bis zu meinem irdischen Ende als den jüdischen Messias gesehen. So was kann man nicht nachtodlich einfach abschütteln. 
<strong>Spirit:</strong> War das der Grund, dass der Widerstand der jüdischen Priesterschaft Sie oft dermassen genervt hat?
<strong>Jesus:</strong> Wäre es nur der Widerstand gewesen. Ich befand mich ja ständig auf der Flucht. Da war genauso die Priesterkaste dahinter wie die römische Besatzung. Man wollte mich unbedingt los werden. Das hiess für uns, ganze Tage bei Hitze mit meiner Gruppe zusammengepfercht in Ställen ausharren, oder nächtelang ohne Feuer bei kältesten Wüstennächten im Freien sich verstecken, sehr oft hungrig und durstig. Und du weisst nie, wem du vertrauen kannst. Wie oft mussten wir mitten in der Nacht  überhastet die Flucht ergreifen. Dieser ständige Stress zerrte an den Nerven. Die  Hinweise zur nachhaltigen Verfolgung, der wir ausgesetzt waren, sind in den Evangelien halt eher versteckt und fallen den meisten nicht auf.
Natürlich ist von mir der Satz mit der Feindesliebe überliefert. Aber auch die hat ihre Grenzen, vor allem wenn es um Todfeinde geht, die dich möglichst schnell konkret umbringen wollen.
<strong>Spirit:</strong> Wie kam es zu dieser Feindschaft und Verfolgung?
<strong>Jesus:</strong> Die Tempelreinigung, die ich mit meinen Jüngern inszenierte, fand schon bei meinem ersten Jerusalembesuch statt, wie nur der Evangelist Johannes stimmig berichtet. Ich war damals naiv und radikal und glaubte noch an eine richtige Revolution. Damit war die Feindschaft mit dem Establishment besiegelt. Ich konnte mit Macht und Machtkämpfen nicht umgehen. Und habe – unter dem Einfluss von Johannes dem Täufer – oft unnötig und ungeschickt provoziert, wie ich es heute sehe.
<strong>Spirit:</strong> Was Sie von sich selber schildern, entspricht gar nicht dem uns übermittelten Bild des fehlerlosen und allwissenden Sohne Gottes. 
<strong>Jesus:</strong> Diese Fiktion können wir hinter uns lassen. Ich war und bin Sohn Gottes, wie Sie alle Söhne und Töchter Gottes sind.
<strong>Spirit:</strong> Mit dieser Bemerkung leiten Sie hin zu Fragen, die viele Menschen bewegen: Empfängnis, Geburt, Mensch oder Halbgott. Dürfen wir Ihnen zu Ihrer Empfängnis ein paar Fragen stellen?
<strong>Jesus:</strong> Ich habe mich darauf eingestellt, als ich das Interview zusagte.
<strong>Spirit:</strong> Was ist die Wahrheit bezüglich Ihrer Empfängnis? Können Sie uns aufklären?
<strong>Jesus:</strong> Die Frage ist falsch gestellt. Sie kennen die vielen Auslegungen der historischen Jesus-Forschung. Sollte man jetzt noch die eine Wahrheit konstruieren können?
<strong>Spirit:</strong> Unklarheiten sind Ihnen nicht unsympathisch?
<strong>Jesus:</strong> Auch ich bin mit der Zeit milder geworden. Jede Version würde eine Minderheit von begeisterten Fans und eine Mehrheit von erbitterten Gegnern haben.
<strong>Spirit:</strong> Wenn Sie von Beginn weg einer Version zum Durchbruch hätten verhelfen können oder wollen. Welche hätten Sie gewählt?
<strong>Jesus:</strong> Sie mögen staunen. Sicher nicht die Version vom heiligen Geist, welcher Maria äh.. äh.. bedeckt, äh.. erkannt, also zur Schwangerschaft gebracht hat.
<strong>Spirit:</strong> Tatsächlich sehr erstaunlich! Also eher die Versionen von Marias Vergewaltigung, von einem geheimen Liebhaber oder von vorehelichem Sex mit Josef? Ist das nicht ehrenrührig für Sie und auch für Ihre Frau Mama? Wie kommt das?
<strong>Jesus:</strong>  Die Heiliggeist-Hypothese stiehlt mir gerade mein Markenzeichen: Einfach Mensch unter Menschen gewesen zu sein. Ich werde schon von Beginn weg zum Halbgott auf Erden hochstilisiert. Und das wird dann weiter gezogen mit meiner scheinbaren Asexualität. Mensch aber ohne Sexualität hiesse gerade nicht „Mensch unter Menschen“. Das hiesse Halbmensch, ohne die typischen menschlichen Herausforderungen. Gerade das kann ich nicht als besonders göttlich sehen!
Ausserdem werde ich in der heutigen, wissenschaftlich geprägten Zeit doppelt unglaubwürdig mit der Heilig-Geist Hypothese von Marias Schwangerschaft. Kein anerkannter Leben-Jesu-Forscher vertritt noch die These vom Heiligen Geist.
<strong>Spirit:</strong> Ihre Argumente sind eindrücklich und sehr gut nachvollziehbar. 
Doch noch zu einem anderen Thema: Ihr Geburtstagsfest steht vor der Tür. Wie war das mit den Umständen ihrer Geburt? Die Weihnachtsgeschichte, die uns so Eindruck macht, und die millionenfach auch gespielt wird mit Engeln, Hirten, Königen wird ja historisch auch nicht anerkannt.
<strong>Jesus:</strong> Si non è vero è ben trovato. Es gibt auch schöne und passende Fiktionen. Stellen Sie sich vor, wie viele Kinderherzen damit für mich gewonnen wurden und immer noch gewonnen werden. Wie könnte denn sonst, Weihnachten für jedermann verständlich und anschaulich gefeiert werden? 
Mir gefällt nur nicht, wie die Menschen ausserhalb der heiligen Familie als hartherzig, geldgierig und mordlustig dargestellt werden. Alles Klischees, an denen die auf mich zurückgehende Religion heute noch leidet: Die Christen als auserwählte, bessere Menschen einer schlechten und feindlichen Welt gegenüber. Besser gefällt mir die Version eines amerikanischen Komikers, ich glaube, er hiess Carlin. Danach war der einfache Josef halt im Reisen unerfahren und verpasste es, rechtzeitig ein Hotelzimmer zu reservieren.
<strong>Spirit:</strong> Noch so viele Fragen sind offen und unsere Zeit ist schon zu Ende. Dieses erste Interview endet wahrlich mit sehr überraschenden neuen Sichtweisen! Herr Jesus, wir danken Ihnen für das Gespräch und hoffen auf baldige Fortsetzung.
<strong>Jesus: </strong>Dazu habe ich schon ja gesagt.



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		<title>Gottes Söhne</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Nov 2009 10:19:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jakob</dc:creator>
				<category><![CDATA[Göttlicher Atheismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Gottes Söhne Das Schluss-Kapitel (12) als Leseprobe aus dem neuen Buch: "Du sollst keine anderen Götter neben dir haben!", das im Frühjahr 2010 im AT-Verlag erscheint: ISBN 978-3-03800-520-9. Für meinen Vater Das Faszinierende am Verrat des Judas ist seine Notwendigkeit im neutestamentlichen Handlungsablauf. Die kunstvolle Dramatik vom Opfertod des Jesus wird auch von modernen Drehbuch- [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<strong> Gottes Söhne</strong>
Das Schluss-Kapitel (12) als Leseprobe aus dem neuen Buch: <strong>"Du sollst keine anderen Götter neben dir haben!"</strong>, das im Frühjahr 2010 im AT-Verlag erscheint: ISBN 978-3-03800-520-9.
<em>
Für meinen Vater</em>

Das Faszinierende am Verrat des Judas ist seine Notwendigkeit im neutestamentlichen Handlungsablauf. Die kunstvolle Dramatik vom Opfertod des Jesus wird auch von modernen Drehbuch- und Krimiautoren kaum übertroffen: Gott hatte sich in eine Sackgasse hineinmanövriert. Die PR –Schlacht um Adam und Eva im Paradies war mit deutlichen Vorteilen für seinen Gegenspieler Luzifer ausgegangen. Sein wichtiger Gesandter Moses und dessen Nachfolger, denen er einen Grossteil seiner mehr als 600 Gebote suggerieren konnte, hatten ein Israel geschaffen, das entgegen den Erwartungen kein Weltreich geworden war, aber in ständigem Streit mit Weltmächten wie Ägypten, Babylon oder Rom stand. Zwar hatten seine irdischen Deputierten, die Priester, Pharisäer und Schriftgelehrten das kleine Völklein mit den grossen Ambitionen einigermassen im Griff. Doch seine Konkurrenten aus dem römischen Vielgötter-Himmel hatten in seinem Stammland Fuss gefasst. Der religiöse Übernahme-Kampf war schon in Sichtweite und von einer Fusion mit dem deutlich lustvolleren Konzept der vielen Götter aus Rom konnte sich Jahwe nichts Gutes versprechen. Ausserdem wollte er von seinem Image des eifersüchtigen und machthungrigen Herrschergottes, das er früher gepflegt hatte, abrücken. Eine neue PR-Kampagne war angesagt. Eine geniale Idee schien, seinen eigenen Sohn als Werbeträger zu promoten, der das von Moses geprägte Gottesbild modernisieren sollte. Doch die Sache lief nicht wunschgemäss. Jahwes gut organisiertes Bodenpersonal, die Priester und Pharisäer, wollten von einer Modernisierung nichts wissen. Sie hassten das neue Leitbild, das Jesus ihnen schmackhaft machen wollte. Sie hielten nicht viel von modernistischer Qualitätsverbesserung wie Abschaffung der Steinigung oder Relativierung der mosaischen Gesetze durch das Leitbild der Liebe. Kurz, die etablierte irdische Gottes-Crew und der neue Werbeträger lagen sich dauernd in den Haaren. Es drohte ein langes, zerstörerisches Rivalisieren mit den entsprechenden Imageschäden. 

Jahwe sah einen Ausweg. Es ging darum, seinen neuen Botschafter Jesus aus der Schusslinie zu nehmen, ohne die ganze Kampagne scheitern zu lassen. Bei den schrecklichen Ängsten der Menschen vor dem Sterben, die er selber zur Festigung seiner Macht früher mit Höllendrohungen verstärkt hatte, war die Überwindung des Todes die ultimative Werbebotschaft. Doch sein Gesandter würde diese Botschaft nur überzeugend zu den Menschen bringen können, wenn er selber den Todesprozess durchgemacht hätte. Also musste er zuerst sterben, um den Tod überwinden zu können. Selbstmord aber hätte der ganzen Kampagne geschadet und seine Stellung geschwächt, da er selber ja das Selbstmord - Verbot erlassen hatte. Also musste Gottes Sohn sterben, ohne Selbstmord zu begehen. Er musste umgebracht werden. Jesus verstand es gut, seine Widersacher bis aufs Blut zu reizen und sie zu Todfeinden zu machen. Doch eine wirklich gelungene Dramaturgie brauchte einen Verräter aus dem engsten Vertrautenkreis. Ernsthaft in die engere Wahl kamen nur seine zwölf Jünger. Eine Frau hätte das ganze Unternehmen ins Lächerliche gezogen. Ausserdem waren die Frauen damals sowieso diskriminiert. So eine Geschichte hätte sie zusätzlich dämonisiert. Als Jesus diese Gedanken seines göttlichen Vaters in sich wahrnehmen konnte, gab er sie alsbald an seine Jünger weiter. Grosse Betroffenheit machte sich breit. Zuerst meldete sich Johannes. „Ich bin dein Lieblingsjünger, das wäre doch wirklich allzu krass“, meinte er. Petrus hingegen argumentierte, er sei ja als sein und seines Vaters Stellvertreter auf Erden vorgesehen, er der Fels, könne nicht gleichzeitig der Verräter sein. Jeder fand irgendeinen Grund, um seine eigene Wichtigkeit zu betonen, die ihn als Verräter nicht in Frage kommen liess. „Wollt ihr alle meinen Auftrag verraten und mich in meiner schweren Aufgabe allein lassen? Will niemand mein Verräter sein?“, beklagte sich Jesus. Die Jünger wollten ihn überzeugen, man könne diesen Part ohne Schaden auslassen. Die Priesterkaste würde ihn auf jeden Fall finden und umbringen. Doch Jesus blieb fest: „Die Schrift muss erfüllt werden“ (Joh. 13.18). Er würde nicht nachgeben, bis einer der Jünger bereit wäre, die Verräterrolle zu übernehmen: „Einer von euch wird mich verraten!“ (Joh.13.22), sagte er kurz und klar. Ratlosigkeit und Betrübnis machten sich breit.

 Judas hatte bis dahin geschwiegen. Er war nicht sonderlich geachtet im Kreis. Dass er die Kasse führte, minderte sowieso schon seinen Status. Verglichen mit den Auserwählten wie Johannes oder Petrus war er echt eine graue Maus. Sein Selbstbewusstsein war nicht gross genug, als dass er sich hätte vorstellen können, in Gottes Plan diese Schlüsselrolle zu übernehmen. Elf geliebte und treue Jünger waren auserwählt, aber irgendwie austauschbar. Aber nur ein Verräter war vorgesehen. Würde dieser abspringen oder versagen, wäre das ganze Erlösungswerk gefährdet und das Drama könnte nicht nach den Prophezeiungen zu Ende geführt werden. So hatte Judas die Worte seines Meisters verstanden. Aber er, der sich noch nie hervorgetan hatte, ausser dass er sorgfältig die Kasse verwaltete? Er, der zu schüchtern war, um Jesus zu fragen, ob er wie die anderen von ihm geliebt sei? Er, der kaum einen Priester oder Pharisäer anzuschauen wagte, wenn wieder ein Streit im Gange war? Wäre er überhaupt fähig, die Rolle des Verräters erfolgreich auszuführen? 
Doch während Judas so hin und her dachte, spürte er plötzlich die Augen des Meisters auf sich. Judas wagte kaum, den hoffnungsvollen Blick seines geliebten Jesus zu erwidern. Doch urplötzlich spürte er: Ja, ich tue es für DICH, mein innigst geliebter Jesus! Ich tue es für das Erlösungswerk von dir und deinem Vater. Es ist der einzige wirkliche Dienst, den ich in dieser Gemeinschaft vollbringen kann. Nur wenn ich bereit bin, der Verräter zu sein, kann Jesus zum Christus werden und alle meine elf Kollegen können in ihrer Heiligkeit erstrahlen. Für IHN bin ich bereit für die Rolle des Bösen, bereit für die Rolle des Verräters, jubelte es in ihm. Er ahnte zwar, er würde viel Hass auf sich ziehen. Doch er war überzeugt, der himmlische Vater, an den er durch Jesus richtig zu glauben angefangen hatte, würde die schützende Hand über ihn halten. Doch noch war Unsicherheit in ihm. „Bin ich’s Rabbi?“ (Math. 26.25), fragte er. „Du bist es!“, bestätigte Jesus, der wieder Mut gefasst hatte, ganz erleichtert. In des Judas Herzen explodierte die Liebe für seinen Meister. Jesus sagte nur: „Was du tust, das tue bald!“ (Joh. 13.28). 

Die anderen Jünger hatten gar nicht so richtig mit bekommen, was zwischen den beiden gelaufen war. Sie waren überzeugt, wer den Meister verrate, müsse zuerst vom Teufel besessen werden. Doch Jesus brach ein Stück vom Abendmahlsbrot, tauchte es in die Schüssel und gab es dem Judas: „Ich habe dich immer genau so geliebt wie die anderen. Du konntest es nur nicht glauben, weil du dich selber nicht geliebt hast. Weil du doch noch an den richtenden Herrschergott glaubtest, konntest du dein Herz nicht wirklich öffnen und die Liebe strahlen lassen. Doch deine Bereitschaft, die Rolle des Bösen auf dich zu nehmen und von den Menschen ausgestossen zu sein, zeigt die Liebeskraft in dir. Sie übertrifft an Stärke die aller Heiligen und Asketen, die immer die Liebe und die Verehrung der Menschen als Belohnung erhalten, die immer zu den Gerechten Gottes gehören. Du wirst nicht zu den Gerechten vor den Menschen gehören, aber zu den Liebenden. Du hast mich besser verstanden als die meisten anderen. Wir sind vor den Menschen sehr verschieden, aber im Herzen am ähnlichsten. Du bist bereit für den Himmel!“ Judas war wie in Trance. Er versuchte, seine Angst vor den Priestern zu überwinden und machte sich auf den Weg. „Ich tue es für IHN, ich tue es für IHN“, musste er sich auf dem ganzen Weg sagen, damit er nicht wieder angstvoll umkehrte. Irgendwie wurde ihm noch klar, dass er für die Geschichtsbücher einen glaubhaften Grund für seinen Verrat finden musste. Ich kann ihn verkaufen, ich bin ja sowieso der Kassier, dachte er bei sich und schon war sein Entschluss gefasst. Er wollte ein glaubwürdiger Verräter sein. Wie im Traum hörte er sich keck zum Hohepriester sagen: „Ich verrate ihn nur, wenn ihr mir dreissig Silberlinge bezahlt“. Das Geschäft war gemacht. Nachdem Jesus im Garten aufgespürt war, fand Judas wie selbstverständlich den Mut, ihn zu küssen. Wie lange hatte er sich nach so einem Kuss gesehnt! Etwas, was für die anderen Jünger selbstverständlich war, nämlich den Meister zu küssen, hatte er bisher nie gewagt. 

Obwohl Judas Kassier war, hatte er sich nie sehr viel aus Geld gemacht. Nach Jesu Verhaftung gab Judas das Geld den Priestern zurück. Er hatte die Rolle von Anfang an nicht für Geld übernommen, sondern für seinen Meister, für das Erlösungswerk. Doch als er allein war, begannen ihn wieder Zweifel zu beschleichen. Er war immer der Geringste unter den Aposteln gewesen. War er wirklich für diese Rolle gewählt worden? Hatte er des Jesu Bitte richtig verstanden? War denn das Böse wirklich notwendig, damit das Gute leuchten konnte, wie Jesus ihm erklärt hatte? Seine Zweifel drohten, sein Herz wieder zu verdunkeln. Doch dann brach die Liebe zu seinem Meister noch stärker wieder durch, als er hörte, dieser sei am Kreuz gestorben. Aber auch seine Sehnsucht und seine Not brannten in ihm. „Jesus! Jesus!“ rief er, „ich habe nur noch dich. Ich bin von allen verachtet und gehasst. Ich weiss nicht, ob ich die Rolle des teuflischen Bösewichts auf dieser Erde noch länger durchhalte. Ich habe mir zuviel zugemutet, als ich auf deine Bitte hin einwilligte. Ich war gar nie stark, ich war immer feige!“ Der Schmerz war übermächtig. Judas glaubte, innerlich zu verbrennen. Überall war Schmerz, im Herzen, im Bauch, im Kopf, in den Gliedern. Er hatte nicht mehr die Kraft, sich auch nur ein bisschen dagegen zu wehren. 

Doch dann glaubte er, des Meisters Stimme zu vernehmen. Er hörte wieder die Worte, die Jesus ihm beim Abendmahl gesagt hatte. Er werde nicht zu den Gerechten gehören, aber zu den Liebenden. Er habe ihn, den Meister besser verstanden, als die meisten anderen. Sie wären vor den Menschen verschieden, aber im Herzen am ähnlichsten. Er sei bereit für den Himmel. „Du bist bereit für den Himmel. Du bist bereit für den Himmel. Du bist bereit für den Himmel“, hörte er unablässig des geliebten Meisters Stimme. Alles wurde gleissend hell. Der Schmerz war weg. Alles in ihm war voller Licht. Alle Angst war gewichen. Er entknotete den Strick um sein Gewand und befestigte ihn am nächsten Baum. Seinen Kopf in die Schlinge zu stecken, kostete ihn nochmals Überwindung. Doch das Licht und die Sehnsucht waren unermesslich! Es gelang!
Petrus hatte ja damals seinen krisensicheren Job an der Himmelstür noch nicht angetreten. Judas kam direkt vor des Vaters Thron. Dieser lächelte ihn gütig an und sagte nur: „Kommst du endlich. Mein anderer Sohn ist schon eine Weile hier“. Erst da bemerkte Judas, dass das, was er für eine Sonne gehalten hatte, sein geliebter Meister Jesus war.



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		<title>Göttlicher Atheismus</title>
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		<pubDate>Sat, 31 Oct 2009 11:44:39 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Neuerscheinung im Frühjahr 2010: AT Verlag, ISBN-Nr. 978-3-03800-520-9 TITEL: Du sollst keine anderen Götter neben Dir haben AUTOR: Jakob Bösch UNTERTITEL: Spiritueller Atheismus statt Erleuchtungsstress Das Buch zeigt die Perspektive der Befreiung, der Hoffnung und der Spiritualität bei zentralen Themen wie Materialismus, Erleuchtung, Hellsichtigkeit, Geistiges Heilen, Beten, Negatives Denken, Sterbehilfe, Wissenschaft und bei weiteren aktuellen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Neuerscheinung im Frühjahr 2010: AT Verlag, ISBN-Nr. 978-3-03800-520-9

TITEL:   <strong>Du sollst keine anderen Götter neben Dir haben</strong>
AUTOR: <strong>Jakob Bösch</strong>

UNTERTITEL: Spiritueller Atheismus statt Erleuchtungsstress

Das Buch zeigt die Perspektive der Befreiung, der Hoffnung und der Spiritualität bei zentralen Themen wie Materialismus, Erleuchtung, Hellsichtigkeit, Geistiges Heilen, Beten, Negatives Denken, Sterbehilfe, Wissenschaft und bei weiteren aktuellen Fragen.
Bei der Schaffung der Welt im alttestamentlichen Schöpfungsmythos befürchtete der göttliche Schöpfer, die Menschen könnten gottähnlich werden und er bedrohte Adam und Eva mit dem Tode, wenn sie sich Einsicht in die Natur von Gut und Böse verschaffen würden. Doch Luzifer, der Lichtbringer, klärte die Menschen auf, sie würden nicht sterben. Luzifer zeigt den Menschen den Weg zur Erkenntnis, welche die Menschen in neuer Zeit immer gottähnlicher macht. Noch nie in der Geschichte der Menschen war es so notwendig wie heute, unsere Welt ständig neu zu erkennen und neu zu schaffen. Immer weniger Menschen können sich der Grenzerfahrung entziehen, Entscheidungen zu treffen, die früher Gott oder der Natur überlassen wurden, wie über den Beginn und das Ende des Lebens. Der globale Zusammenschluss der Menschen ist Teil dieser Entwicklung. Er zeigt die Grenzen und Widersprüche der tradierten Religionen im individuellen Leben ebenso wie gesellschaftlich weltweit. Die geistige Freiheit der Menschen hat die Tendenz, sich auch in der materiellen Welt auszubreiten und die Geistigkeit der Materie aufleuchten zu lassen. 


Inhalt
 
1.	 Abschied vom Allmächtigen
2.	 Erleuchtet bist du schon
3.	 Unsichtbare Welten
4.	 Materialismus tut allen gut
5.	 Du sollst negativ denken
6.	 Versöhne dich mit Hitler
7.	 Bete, Bestelle oder lass es bleiben
8.	 Befreie den Freitod
9.	 Gib dem Zufall eine Chance
10.	 Wer Heilung braucht, soll heilen
11.	 Ehrliche Lügen
12.	 Gottes Söhne



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		<title>Öl-Heilen &amp; Geistchirurgie</title>
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		<pubDate>Sun, 30 Aug 2009 03:46:32 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Eine Bildergeschichte: Heilen auf den Philippinen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Eine Bildergeschichte:
<table style="width:194px;"><tr><td align="center" style="height:194px;background:url(http://picasaweb.google.com/s/c/transparent_album_background.gif) no-repeat left"><a href="http://picasaweb.google.com/jakobboesch42/HeilenAufDenPhilippinen?feat=embedwebsite"><img src="http://lh4.ggpht.com/_YoXppkjPOv0/SVdvFXzs8EE/AAAAAAAABMI/3kHOeepVFws/s160-c/HeilenAufDenPhilippinen.jpg" width="160" height="160" style="margin:1px 0 0 4px;"></a></td></tr><tr><td style="text-align:center;font-family:arial,sans-serif;font-size:11px"><a href="http://picasaweb.google.com/jakobboesch42/HeilenAufDenPhilippinen?feat=embedwebsite" style="color:#4D4D4D;font-weight:bold;text-decoration:none;">Heilen auf den Philippinen</a></td></tr></table>]]></content:encoded>
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		<title>Geistheilen, Glaube &amp; Spiritualität</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Jul 2009 15:41:51 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Geistchirurgie]]></category>
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		<category><![CDATA[Schlagwort hinzufügen]]></category>
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		<description><![CDATA[Interview am 6. Juli 09 mit dem Hessischen Rundfunk - Warum spielen Glaube und Spiritualität eine so wichtige Rolle in Heilungsprozessen? - Inwiefern gibt es einen Zusammenhang zwischen spiritueller Stärkung und Gesundung? Der Glaube spielt in allen Lebensbereichen eine grosse Rolle, nicht nur bei den Heilungsprozessen, sondern auch beim krank werden. Warum unsere Überzeugungen eine [...]]]></description>
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<p class="MsoBodyText"><span lang="DE">Interview am 6. Juli 09 mit dem Hessischen Rundfunk</span></p>
<p class="MsoNormal"><strong><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-size: 14pt;" lang="DE"><span style="text-decoration: none;"> </span></span></span></strong></p>
<p class="MsoNormal"><strong><span lang="DE">- Warum spielen Glaube und Spiritualität eine so wichtige Rolle in Heilungsprozessen?</span><span lang="DE"> - Inwiefern gibt es einen Zusammenhang zwischen spiritueller Stärkung und Gesundung? </span></strong></p>
<p class="MsoNormal"><strong><span lang="DE"> </span></strong></p>
<p class="MsoNormal"><strong><span lang="DE"> </span></strong></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="DE">Der Glaube spielt in allen Lebensbereichen eine </span><span>grosse</span><span lang="DE"> Rolle, nicht nur bei den Heilungsprozessen, sondern auch beim krank werden. Warum unsere Überzeugungen eine so tief greifende Wirkung auch auf unseren Körper haben, wird durch die Hirnforschung zwar mehr und mehr erhellt, aber es sind doch mehr Fragen offen als beantwortet. Auf jeden Fall haben wir Hirnstrukturen, die alles, was wir wahrnehmen, ständig positiv oder negativ bewerten. Bei negativer Bewertung werden Stresshormone ausgeschüttet; bei positiver Bewertung Wachstumshormone und entsprechend geht es mehr in Richtung von Erkrankung oder Gesundung..</span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="DE"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="DE"><span> </span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-right: -16.85pt;"><strong><span lang="DE">- Wenn eine Krankheit wiederkommt. Hängt das auch damit zusammen, dass die<span> </span>Person nicht genug geglaubt hat?</span></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-right: -16.85pt;"><strong><span lang="DE"> </span></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-right: -16.85pt;"><span lang="DE">Es gibt immer wieder solche Behauptungen. Ich finde das</span><span> äusserst</span><span lang="DE"> gefährlich. Letztlich</span><span> kennen wir immer nur wenige Faktoren, die zu Erkrankung oder Heilung beitragen können; der Grossteil der Einflüsse bleibt für uns unerkannt. Es ist schon öfter vorgekommen, dass Freunde oder Angehörige einem erkrankten Menschen vorgeworfen haben, er würde zu wenig an die Heilung oder bestimmte empfohlene Übungen ausführen. Fast noch schädlicher ist es, wenn die Betroffenen sich selber solche Vorwürfe machen.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-right: -16.85pt;"><span lang="DE"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-right: -16.85pt;"><strong><span lang="DE">- Wie lässt sich der Glaube stärken?</span></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-right: -16.85pt;"><span lang="DE"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-right: -16.85pt;"><span lang="DE">Es kommt darauf an, welcher Glaube und an was gestärkt werden soll.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-right: -16.85pt;"><span lang="DE"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-right: -16.85pt;"><strong><span lang="DE">- Für Patienten beten. Was halten Sie davon? Wie praktikabel ist das im Krankenhausalltag?</span></strong><strong><span lang="DE"> </span></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-right: -16.85pt;"><span lang="DE"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-right: -16.85pt;"><span lang="DE">Das Beten für die Gesundheit wird zurzeit von wissenschaftlicher Seite ziemlich infrage gestellt. Bis etwa zum Jahr 2000 waren die Studien mehrheitlich positiv und den Übersichtsarbeiten wurden selbst von unabhängigen und kritischen Wissenschaftlern dem Geistigen Heilen positive Wirkungen zugeschrieben. Seither sind aber eine Reihe von Studien erschienen, die keine positiven Effekte nachweisen konnten; in einigen Fällen hatten die Patienten, für die gebetet wurde sogar mehr Komplikationen. Und in einer Übersichtsarbeit aus dem Jahre 2006 kommen die Autoren zum Schluss, für Patienten beten habe keinerlei positive Effekte. Man solle keinerlei solche Studien mehr unterstützen, vor allem kein Geld dafür zur Verfügung stellen.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-right: -16.85pt;"><span lang="DE"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-right: -16.85pt;"><span lang="DE">Wir wissen aus der Forschung in der Medizin, das nach Jahren einhelliger Überzeugung mit vielen bestätigenden Studien plötzlich Arbeiten auftauchen, die die früheren Resultate komplett infrage stellen.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-right: -16.85pt;"><span lang="DE">Die Akten über diese Fragestellung sind bestimmt noch nicht geschlossen. Auf der Beziehungs-Ebene wird das Beten für Patienten sowohl für religiöse Teammitglieder wie für religiöse Patienten auf jeden Fall eine positive Wirkung haben. Es stärkt das gegenseitige Vertrauen und vor allem auch das Vertrauen in die eigenen Möglichkeiten, zur Heilung beizutragen.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-right: -16.85pt;"><span lang="DE"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><strong><span lang="DE">- Was vermag schamanistisches Heilen? Was wissen Sie darüber?</span></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-right: -16.85pt;"><span lang="DE"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-right: -16.85pt;"><span lang="DE">Schamanistisches Heilen ist heute sehr beliebt, unter anderem weil es eine sehr alte und traditionelle Methode ist. Alten Methoden wird heute sehr viel Vertrauen entgegengebracht. Ich sehe es als <span style="text-decoration: underline;">eine</span> Methode unter den vielen Arten des geistigen Heilens.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-right: -16.85pt;"><span lang="DE"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-right: -16.85pt;"><span lang="DE">Eine interessante Form dieser schamanistischen Tradition ist die sogenannte Geistchirurgie, die ich auf den Philippinen durch wochenlanges Assistieren gut kennen gelernt habe. Am schamanischen Ansatz besonders interessant erscheint mir die Auffassung, dass alles in unserer Welt mit Bewusstsein ausgestattet ist. Das kommt den Aussagen der modernen Quantenphysik sehr nahe. Der grosse Schamanismusforscher Michael Harner hat dies mit Erstaunen festgestellt, als ihm der Schamanen, bei dem er lernte, die Aufgabe stellte, mit dem Geist des Aussenbordmotors ihres Bootes Kontakt aufzunehmen.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-right: -16.85pt;"><span lang="DE"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-right: -16.85pt;"><strong><span lang="DE">- Welche Bedeutung geben Sie dem Geistigen Heilen in einer künftigen Medizin bzw. Psychiatrie oder Psychotherapie? Was würde sich hier durch das Spirituelle Heilen zum Positiven verändern?</span></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-right: -16.85pt;"><strong><span lang="DE"> </span></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-right: -16.85pt;"><span lang="DE">Für mich die wichtigste positive Veränderung wäre wohl die allgemeine Überzeugung, dass alles mit Bewusstsein ausgestattet ist. Wenn dies einmal anerkannt ist, wird sich insbesondere in der Psychiatrie und in der Begegnung mit diesen Kranken vieles verändern.</span></p>]]></content:encoded>
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		<title>STERBEHILFE? NA KLAR</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Jun 2009 13:52:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jakob</dc:creator>
				<category><![CDATA[STERBEHILFE? - NA KLAR]]></category>

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		<description><![CDATA[Sterbehilfe aus Respekt und Liebe Gemäss repräsentativer Umfrage von M.I.S. Trend Anfang März 09 im Auftrag von L’Hebdo bejahen 75% der Befragten Schweizer den assistierten Suizid, 63% sogar in staatlichen Einrichtungen und Kliniken. Diese Zahlen sind mit früheren Umfragen übereinstimmend. Laut Spiegel-online  sprechen sich regelmässig um die 70% der Bevölkerung für Sterbehilfe (sogar aktive) aus. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sterbehilfe aus Respekt und Liebe</p>
<p>Gemäss repräsentativer Umfrage von M.I.S. Trend Anfang März 09 im Auftrag von L’Hebdo bejahen 75% der Befragten Schweizer den assistierten Suizid, 63% sogar in staatlichen Einrichtungen und Kliniken. Diese Zahlen sind mit früheren Umfragen übereinstimmend. Laut Spiegel-online  sprechen sich regelmässig um die 70% der Bevölkerung für Sterbehilfe (sogar aktive) aus. Bei jeder Abstimmung würden solche Zahlen als überwältigendes Mehr bezeichnet. Es ist erstaunlich, wie wenig solche Ergebnisse die Behörden zu beeindrucken scheinen. Ähnliche Widersprüche zeigen sich bei den Ärzten. Im Spiegel 48/2008 sagt der Präsident der Bundesärztekammer, Jörg-Dietrich Hoppe: „Wir brauchen diese Debatte nicht. Es wäre auch schlimm, wenn wir das machen würden; das sagen Ärzte in Deutschland einhellig und in riesiger Geschlossenheit.“ Nach einer vom Meinungs-Forschungsinstitut TNS Healthcare durchgeführten repräsentativen Umfrage bei 483 deutschen Ärzten  wären jedoch fast 40 Prozent von ihnen bereit, unheilbar kranken, leidenden Patienten beim Suizid zu helfen und würden eine entsprechende Regelung begrüssen. Etwa 16% wären sogar bereit, auf Wunsch von Patienten hin deren Leben aktiv zu beenden. Fast die Hälfte der befragten Ärzte (44,5 Prozent) würde sich bei eigener schwerer, unheilbarer Krankheit wünschen, dass ein Kollege ihnen beim Suizid helfen darf. 31,5 wünschen für sich die Möglichkeit der aktiven Sterbehilfe. Die Umfragen von L’Hébdo ergeben noch deutlichere Resultate in der Schweizer Bevölkerung. Fast 49% könnten sich vorstellen nicht nur bei schwerer Krankheit sondern auch bei hohem Alter und schwindendem Lebensinn Sterbehilfe in Anspruch zu nehmen, gegenüber 39% die das klar ausschliessen. Und ¾ der Befragten würden anderen Menschen bei hohem Alter, auch ohne schweres, unheilbares Leiden, die Freiheit des assistierten Suizids zugestehen, gegenüber 18,5% Ablehnung.</p>
<p>Kann der Staat Suizidwünsche bewerten?</p>
<p>Diese Widersprüche erinnern an frühere Zeiten, als die Machtträger besser wussten, was für das Volk gut sei, als dieses selber. Von dieser Kritik ist auch EJPD Vorsteherin Eveline Widmer-Schlumpf (E W-S) nicht ausgenommen, wenn sie im Beobachter 15/8 vom 23.07.08 sagt:  Es stimmt mich nachdenklich, dass immer häufiger auch gesunde alte Menschen an Selbstmord denken, weil sie niemandem zur Last fallen wollen oder einsam sind. Es muss doch zuerst überprüft werden, wie begründet ein Suizidwunsch ist. Hier ist Felix E. Müller (NZZ am Sonntag, 28.06.09) beizustimmen, wenn er fordert, Sterben soll eine private Angelegenheit bleiben. Wie könnte der Staat je überprüfen, wie begründet ein Suizidwunsch ist. Mit gleichem Recht könnte man fordern, es müsse überprüft werden, wie begründet Heirats- und Kinderwunsch oder Scheidung und vieles andere denn sei. Es kann einzig die Urteilsfähigkeit geprüft werden. Assistierter Suizid allerdings braucht wohl einige Rahmenbedingungen, auch wenn die Zürcher Regelung nicht zu befriedigen vermag.<br />
In anderen Punkten muss Felix E. Müller klar widersprochen werden. Die Menschen, die Sterbehilfe beanspruchen, sind längst nicht identisch mit denen die Palliativpflege beanspruchen. Darum werden Sterbehilfe-Organisationen bei ausgebauter Palliativpflege keineswegs überflüssig.</p>
<p>Gratis-Suizidassistenz widerspricht der Forderung nach Qualität</p>
<p>Und wenn F. E. Müller von einem schleichend sich entwickelnden Gewerbe schreibt, wo dubiose Gestalten mit Sterbehilfe ihren Lebensunterhalt bestreiten wollten, stimmt er offensichtlich auch mit der EJPD Chefin überein, die sagt: Es kann nicht sein, dass Sterbehilfe ein Gewerbe wird, mit Bewilligungen und Gewerbevorschriften, die man bloss einhalten muss, um Sterbehilfe gewerbemässig und gewinnorientiert zu betreiben. Wenn sie auf Kommerz ausgerichtet, also gewinnorientiert ist, ist sie sicher nicht vertretbar. Da muss deutlich und klar ein Tabu angesprochen und ein pseudoethisches Klischee beim Namen genannt werden! Warum soll es ethischer sein, an Kranken und unentwegt Leidenden Geld zu verdienen, die nichts anderes wünschen als Erlösung durch den Tod, aber gezwungen werden für teures Geld weiter zu leiden und damit helfen, Spitaldefizite zu verkleinern? Warum ist es ethischer, für Abtreibungen Entschädigung zu fordern, sogar zu Lasten der KV als für Suizidhilfe? Die Liste liesse sich beliebig verlängern, angefangen beim Geld, das bei den Rauchern und Alkoholikern verdient wird. Das privatwirtschaftliche Prinzip „Geld gegen Leistung“ muss generell gegen Missbrauch geschützt werden, garantiert aber andererseits mehr Qualität als eine monopolistische, gar staatliche Lösung, die allenfalls durch Steuern finanziert wird. Warum würde sonst ständig mehr Wettbewerb im Gesundheitswesen gefordert?</p>
<p>Der Anspruch, diese Dienste halb oder ganz gratis zu erbringen, würde gerade die Gefahr erhöhen, Leute mit zweifelhaften Motiven anzuziehen. Die Not vieler Sterbewilliger ist zwar unmenschlich gross. Trotzdem sollten sie im Sinne der Eigenverantwortung und des Verursacherprinzips im Rahmen unseres anerkannten Wirtschaftssystems für die entstehenden Kosten aufkommen. Für Härtefälle können Fonds geschaffen werden. Eine auch finanziell saubere Regelung wäre an sich schon eine gute Bremse gegen überstürzten begleiteten Suizid, der zwar kaum vorkommt, aber von Politikern und Religiösen vielfach befürchtet wird. Es ist unlogisch, einerseits die Organisationen zu zwingen, die Dienstleistung fast oder ganz gratis anzubieten und andererseits mit einer Unzahl von Vorschriften den Vorgang zu komplizieren und hinauszuziehen. Nicht alle Sterbewilligen wünschen genau die gleiche Hilfe und Begleitung. Ein wirtschaftlich adäquates Angebot und eine mögliche Auswahl unter mehreren Anbietern erspart den Sterbewilligen das quälende Gefühl der einseitigen Abhängigkeit und Schuldgefühle wegen der Inanspruchnahme von sehr erheblichen Gratisleistungen.</p>
<p>Druck kommt mehr von innen als von aussen</p>
<p>Für viele früher selbständige Menschen ist es eine der schwersten Belastungen, anderen zur Last zu fallen. Nach den zehnjährigen Erfahrungen mit dem „Death with Dignity Act“ im US-Staat Oregon, sind es nicht die Benachteiligten ohne Krankenversicherung, welche die Sterbehilfe beanspruchen, weil Druck auf sie ausgeübt wird. Es sind die gut ausgebildeten Weissen, finanziell abgesichert und mit Krankenversicherung. Als Motive dominieren Verlust von Lebensqualität und Lebenssinn, Verlust von Kontrolle, Würde und Autonomie. Sie haben den Anspruch, selber über ihr Leben zu bestimmen und folgerichtig auch über ihren Tod. Für solche Menschen ist es besonders unerträglich, trotz Pampers täglich sich selber und das Badezimmer voll zu machen und nie mehr ohne fremde Hilfe ihr intimes Geschäft verrichten zu können. Und sie empfingen es als tief demütigend, von Spitex und Angehörigen geputzt und gewickelt zu werden und das Essen eingelöffelt zu bekommen. Bei den Spitex -Teams erlebt man originelle Lösungsversuche, um aus dieser Demütigung herauszukommen und Kontrolle  zurückzugewinnen. Ein Mann begann, täglich in Anwesenheit der Hauspflege im Wohnzimmer auf den Boden zu koten und freute sich, dass die Pflegerin das Ganze putzen musste.</p>
<p>Die Würde der Sterbenden und der Hinterbliebenen</p>
<p>E W-S: Wenn er (ein Mensch) das (sich suizidieren) allein tun will, ist das nicht nur straffrei, sondern auch in seiner Verantwortung.<br />
Wer so spricht, kennt die Not und Einsamkeit, sich Suizidierender nicht oder es fehlt  an mitmenschlichem Respekt und Barmherzigkeit. Liebevoll und ethisch vertretbar wäre es, den Sterbewilligen zu ermöglichen, ihren Tod nicht schamvoll und heimlich planen und ohne Abschied sich davon schleichen zu müssen, mit den bekannten Folgen für die Angehörigen. Dies betrifft in Deutschland und der Schweiz zusammen  etwa 12-  bis 13 000 Suizide jährlich, die erfolgreich sind und etwa die zehn- bis fünfzigfache Dunkelziffer von erfolglosen Versuchen. Warum ist die Würde dieser Menschen kein Thema, wenn sie einsam und allein eine Tötungsart zu wählen gezwungen sind, von der sie nicht wissen, ob sie gelingt und die oftmals äusserst brutal ist für sie selber und die Angehörigen? Ahnen Politiker, die wie E W-S oder Pascal Couchpin argumentieren, wie schockierend es für Menschen sein kann, einen Angehörigen erhängt oder in einer Blutlache in der Wohnung oder aufgedunsen im eigenen Blut in der Badewanne, zu finden? Nicht zu reden von denen, deren Körper von einem Zug zermalmt oder deren Kopf von einer Gewehrkugel weggepustet wurde. Wer von diesen konkreten Beschreibungen schockiert ist, möge zur Kenntnis nehmen, dass es noch viel krassere tatsächliche Beispiele gibt.</p>
<p>Teure Lebenserhaltung ohne Lebenssinn</p>
<p>Viele pflegebedürftige Menschen wollen nicht zusehen, wie die horrenden Pflegekosten das als Erbe für ihre Kinder gedachte Vermögen wegfrisst, und oft die Kinder selber noch finanziell belastet. Über Jahrzehnte haben sie gespart mit Stolz, ihren Nachkommen etwas hinterlassen zu können. Nun soll das innert kürzester Zeit alles weg sein, obwohl sie in ihrem eigenen Leben und Leiden keinen Sinn mehr sehen. Für längst nicht alle Menschen ist der Freitod so tabuisiert, dass sie klares Denken und Entscheiden verlieren. Gerade weil sie sich gesunden Menschenverstand aber auch ihre vertrauten Wertvorstellungen bewahrt haben und es ihrer Auffassung von Selbstachtung entspricht, nehmen sie sich die Freiheit, ihren Tod selber zu wählen und die Demütigungen der Abhängigkeit in materieller, physischer und/oder seelischer Hinsicht zu beenden. Warum soll die Gesellschaft es ihnen so schwer machen?</p>
<p>Video zu Widersprüche: <object width="560" height="340"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/kPnThJ4D0OU&#038;hl=en&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/kPnThJ4D0OU&#038;hl=en&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="560" height="340"></embed></object></p>
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		<title>Ego &amp; Messias</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Jun 2009 09:42:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jakob</dc:creator>
				<category><![CDATA[EGO-KRAFT]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<strong>Im Gegensatz zu vielen “spirituellen” Autoren sind Sie der Meinung man solle ein starkes Ego haben. Halten Sie den Prozess der “Tötung” des Egos, um das höhere Selbst zu erreichen, für psychisch gefährlich?</strong>

Das Ego wird hier verstanden als die Instanz, die uns hilft, unser Leben auf der Erde zu führen und zu bewältigen. Mit einem gut funktionierenden und starken Ego haben wir bessere Chancen, dieses Erdenleben erfolgreich zu gestalten.
Ein Grossteil der Menschen, die spirituelle Sehnsucht verspüren, steigern sich in die Unterdrückung des Egos hinein. Viele Leiden, Selbstbeschuldigungen und gesundheitliche Störungen entstehen aus der Unterdrückung des Egos. Es bestätigt sich der Satz: »Was man bekämpft, kämpft zurück.“ Man wird in einen endlosen Kampf verwickelt. Die Unterdrückung des Egos führt in vielen Fällen erst recht zu so genannt egoistischem Verhalten, weil das Ego sich wehrt und dann über die Stränge schlägt - und manchmal sogar die Kontrolle über den Menschen an sich reißt. Ein gesundes, starkes Ego macht das kaum. Wer glaubt, das Ego verurteilen zu müssen, teilt die Welt ein in einen göttlichen, guten Teil und in einen gottfernen, bösen Teil. Der Körper und das Ego werden als gottfern, als dunkel und böse definiert.

<strong>Messias</strong>

Der christliche Messias ist ein Gesandter Gottes, der nicht aus eigenem Willen handelt, sondern einen Auftrag erhielt. Das eigene Ich, das Ego kommt da nicht vor. Das finden wir im neuen Testament von Jesus deutlich formuliert: <em>„Vater ist es möglich, dass dieser Kelch an mir vorüber gehe, ohne dass ich ihn trinke. Doch nicht wie ich will, sondern wie du willst.“</em> Und nach dieser Hingabe an den Auftrag folgt bald ein weiteres Element in der Messiasgeschichte: Der Verräter Judas.

<strong>Warum gehört Verrat dazu?</strong>

Jesu Tod war folgerichtig, weil man um so weniger in dieser Welt überleben kann, je mehr das Ego ausgeschaltet wird. Man stelle sich vor, bei Jesus wäre der Verrat nicht geschehen; er wäre nicht verurteilt und gekreuzigt worden. Wie wäre seine Geschichte weiter gegangen? Sicher nicht so strahlend, wie dies mit seinem äusseren Scheitern möglich wurde.  Das ist das Paradox:

<strong>Jesus und die islamistischen Selbstmord-Attentäter
</strong>

Eine starke Parallele bei den meisten Messiasgestalten zeigt sich im Kampf gegen die bösen „Oberen“, seien das nun Pharisäer, Behörden oder Politiker. Und diese Feinde sind es auch, die schliesslich den Sturz inszenieren. Extreme Messiasgestalten wie Jesus, die in höherem Auftrag handeln, sind auch die islamistischen Selbstmord-Attentäter, die im Kampf gegen das Böse, sich offen und vorsätzlich selbst zerstören; manchmal in Ermangelung eines aktiven Feindes, der sie von sich aus töten will.

<strong>Ego-Unterdrückung und Opferrolle</strong>

Man kann eine Regel erkennen: Wer sein eigenes Ego mit dem eigenen Willen unterdrückt oder zu sehr zurückstellt, ist in Gefahr, auch im äusseren Leben Opfer zu werden. Es ist nicht der Mensch, der selber will und handelt, sondern jemand anderer bestimmt scheinbar Richtung und Auftrag. Wenn es einen Menschen betrifft, der von Natur aus ein starkes, kräftiges Ego hat, das alle Voraussetzungen mitbringt, die Welt nach eigenen Vorstellungen zu gestalten, wird dieses Ego von der Unterdrückung um so stärker „genervt“ sein und immer wieder versuchen, sich durchzusetzen.  Zur Messiasgestalt gehört auch die starke Polarisierung in Bewunderer und Verehrer auf der einen Seite sowie Gegner und Feinde auf der anderen. Die Menschen, die sich selber als Opfer fühlen, tendieren besonders dazu, die zu verehren, die ihr eigenes Ego opfern. Und sie können seine Geschichte des äusseren Misserfolges in vollem Masse miterleben und mitleiden. Sie teilen wie er die Welt auf in gut und böse und sind immer auf der Seite der Guten, die aber immer Opfer der Bösen werden.

<strong>Kämpfer und Macher</strong>

Die Gegengestalt zum tragischen Messias ist der Kämpfer oder Held, der sein Ego offen, bewusst und voll einsetzt, um Erfolg zu haben. Ein typisches Beispiel scheint Roger Federer zu sein. Alle finden in ausnehmend sympathisch. Er wurde viermal Weltsportler des Jahres, ist Unicef-Botschafter und vieles mehr. In einem Interview hat er gesagt, er habe immer gewinnen wollen von klein auf, sei das nun im Pingpong, im Fussball, bei Jassen oder eben beim Tennis gewesen. Er ist ein Mensch der sagt: „ Ich will“, und nicht denkt, er müsse einen (Rettungs-) Auftrag für jemanden anderen erfüllen. Eine der typischen Eigenschaften des Ego ist das Gewinnen wollen, der/die Beste zu sein. Daran hat sowohl das Ego des Betroffenen wie die ganze Fan- und Zuschauerschaft ihre helle Freude. Die Attraktiviät vieler Sportarten hat viel damit zu tun. Im Sport gibt es keine Opfer, sondern Niederlagen, weil der andere halt besser war und nicht, weil er böse ist. Der Gegner ist sogar häufig gleichzeitig der Partner, der die eigenen Möglichkeiten herausfordert, selber besser zu werden. Die Messiasgestalt kennt diese Freude des Gewinnens kaum, das wäre nicht gottgefällig. So findet man bei Jesus kaum Spass und Freude. Das liegt beim ständigen Kampf gegen das Böse und für die Rettung der Welt nicht drin.

Wer sich ständig als Opfer anderer erlebt, tut gut daran, sich zu besinnen, ob er sein Ego zur Gestaltung dieser Welt und für das Erleben von Spass und Freude genügend einsetzt. Viele Menschen sind Unterdrücker ihres Egos ohne dies als wichtigen Grund für ihr Opfersein zu erkennen.]]></content:encoded>
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